Sie befinden sich hier:

Chronik KG Dietmanns

Die Gründung von Dietmanns ist etwa um das Jahr 1114 anzusetzen und es ist der in diesem Jahr genannte Dietmar von Kühnring als Gründer des Ortes anzusehen. In einem Grundbuch der Pfarrkirche von Weitra werden erstmals Einkünfte des Pfarrers um 1430 in „Dietmars“ genannt.

Pestjahre waren in unserer Gegend 1349, 1680 und 1713.

Das Breitangerdorf mit Gartenacker und Drei- und Vierseithöfen reichte damals bis zur Straßengabelung Waldenstein – Hörmanns; alle weiter aufwärts liegenden Kleinhäuser wurden erst Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Die Untertanen hatten das Recht, im Dorfbach zu fischen und den Holzbedarf im „Edelholz“, sowie im „Forst am Eichberg“ zu decken.

Auf Grund der Märzverfassung von 1849 wurde Dietmanns 1850 eine eigene Gemeinde mit 595 Einwohnern.

1850 gehörte Dietmanns zum politischen Bezirk ZWETTL (seit 1899 politischer Bezirk GMÜND), zum Gerichtsbezirk WEITRA (seit 1909 Gerichtsbezirk GMÜND) und zur Post WEITRA (seit 1900 Post GMÜND). Die Gemeindefläche betrug 1.623 Joch ( 9,34 km 2), der 1. Gemeinderat bestand aus 12 Mitgliedern.

Im Jahre 1914 kamen die ersten galizianischen Flüchtlinge in Dietmanns an. Sie wurden im damaligen Gasthaus Artner untergebracht. Im Jahre 1916 wurden abermals 50 galizianische Flüchtlinge in Dietmanns einquartiert.

Im Jahre 1922 kam die KG Ehrendorf zur Gemeinde Dietmanns.

Während des Zweiten Weltkrieges warfen im Jahre 1944 feindliche Flugzeuge in der Nähe des Hörmannser Teiches Bomben ab. Während des Bombenangriffes am 23. März 1945 auf den Bahnhof Gmünd III und auf Gmünd II fielen, weil wohl zu früh gelöst, auch einige Bomben auf das Gemeindegebiet von Dietmanns. Am 9. Mai 1945 kamen die ersten russischen Besatzungstruppen in Dietmanns an. Am 21. 7. 1945 wurden die russischen Besatzungstruppen unerwartet früh abgezogen und es kehrten wieder ruhigere und einigermaßen normale Verhältnisse ein.

1965 – Mordanschlag auf Ehrendechant Rupert Hauer (Pfarrer in Dietmanns von 1913 – 1965)
In der Nacht auf den 2. März 1965 wurde auf Ehrendechant GR Pfarrer Rupert Hauer ein Mordanschlag verübt, an dessen Folgen er am 11. März 1965 starb.

Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 31. Oktober 1965 einstimmig die Zusammenlegung der Ortsgemeinde mit den Gemeinden Wielands, Eichberg und Hörmanns zu einer Großgemeinde „Groß-Dietmanns“ mit dem Sitz in Dietmanns unter Einhaltung des am selben Tage getroffenen Übereinkommens bezüglich weiterer Nutzung des Gemeindeeigentums, der Jagd und der künftigen Zugehörigkeit zum Gerichtsbezirk Gmünd bzw. zu der Bezirksbauernkammer Gmünd.

Gleichzeitig wurde beschlossen, im Sinne des § 2 der NÖ. Gemeindeordnung die NÖ. Landesregierung um die Bewilligung dieses Zusammenschlusses und gem. § 88 k des cit. Ges. um die Bestimmung des Zeitpunktes zu ersuchen, zu welchem diese freiwillige Vereinigung in Kraft zu treten hätte (unter Bgm. Karl Müller und Vizebürgermeister Franz Weißenböck).

Ehrenbürger der Gemeinde Dietmanns:
1953 – Dr. h.c. Dipl. Ing. Leopold Figl

Dietmanns, Jindra Christoph

Ortsvorsteher: Christoph Jindra

Einwohner: 791 (1.1.2020)
Fläche: 9,4 km²
Seehöhe: 500