Reinpolz

Luftbild Reinpolz

Einwohner

50 (1.1.2017)

OV Kowar Christian

Fläche

3,3 km²

Seehöhe

589

Ortsvorsteher

Kowar Christian

Chronik KG Reinpolz

Die Gründung des  Ortes, welcher auf 589 m Seehöhe errichtet wurde, reicht wohl ins 13. Jahrhundert zurück. Landgerichts-, Orts- und Grundobrigkeit war die Herrschaft Weitra. Es bestand hier einst auch ein kleines Gut, dessen Besitzer sich zeitweilig auch nach dem Orte nannten. 1418 hatte die Frauenbruderschaft zu Weitra von 7 Lehen und 3 Hofstätten zu Reinpolz den Drittelzehent. 1420 verkaufte Hans zu den Hirsen 3 Schilling und 2 Teile Zehent, groß und klein, auf einem Lehen zu dem Reinwolts dem Stefan Pichenpruker, Amtmann zu Pyhrabruck. 1457 erwarb diesen Zehent die Frauenbruderschaft in Weitra. Um 1430 scheinen die Hussiten  hier gelagert zu haben. 1490 belehnte Kaiser Friedrich III. den Jörg Reinwold „zum Reinwolds“ mit dem halben „Messhof“ und ganzen Zehent zu Dietmanns auf 12 Lehen und 6 Hoffstätten, auch zu Höhenberg  auf 5 Lehen und 2 Hofstätten, welche die Leute in Höhenberg zu einer ewigen Messe gestiftet hatten.  Georg Reinwolt zum Reinwoltz war 1523 Burggraf (Pfleger) zu Oberrußbach. Das Gut Reinpolz ging nach seinem  Tod an seine Tochter Christina und ihren Gatten Hans Christoph Schrotten von Khimberg über. 1581 wird im Urbar der Herrschaft Weitra Katharina von Sonderndorf zu Kirchberg am Walde als Besitzerin des „Schrotthofes“ in Reinpolz genannt. Der Schrotten - oder Reinpolzhof gab durch seine Stellung als Zinslehen einerseits und als „freier Edelmannssitz“ andererseits Anlass zu Spannungen zwischen seinem Besitzer und der Herrschaft Weitra. Der zum Schafhof abgesunkene Adelssitz wurde 1849 an Bauern verkauft.

1850 vereinigte sich das Dorf mit der Gemeinde Höhenberg.

Am 3. Oktober 1917 brach in Reinpolz um ½ 1 Uhr mittags, wahrscheinlich durch Wegwerfen einer brennenden Zigarette, in einem  Haus -  welches an jener Stelle stand, wo sich im Jahre 1997 die Häuser Nr. 22 und 23 befinden -  bei dem Inwohner Krejcher ein Feuer aus. Infolge starken Windes und großer Trockenheit griff dasselbe rasch um sich und zerstörte 18 Häuser des Dorfes. 1951 wurde Reinpolz elektrifiziert, 1962 ein Milchkühlhaus gebaut.